Optimismus kehrt in die Branche zurück- Hohe Aussteller- und Besucherzufriedenheit
- Nach Aussteller- und Flächenrekord wieder 50.000
- BesucherZahl der ausländischen Besucher mehr als verdoppelt
Die INTERFORST 2010 hat mit Rekordergebnissen gezeigt, dass der
Optimismus in die Forstbranche zurück gekehrt ist. An
fünf Messetagen kamen wieder 50.000 Besucher aus 80 Ländern
(2006: 59 Länder) auf das Münchner Messegelände. 410
Aussteller (2006: 404) belegten auf der INTERFORST 2010 fast 10 % mehr
Nettofläche als im Rekordjahr 2006. Mit knapp 25.000 m² wuchs
die Nettofläche der inländischen Aussteller um 5 %. Die
gebuchte Nettofläche der ausländischen Aussteller stieg um 15
% auf knapp 10.000 m². Damit präsentierte sich die INTERFORST
2010 auf über 67.000 m² Bruttofläche. Es beteiligten
sich 128 ausländische Aussteller (2006: 105) auf der
INTERFORST aus 24 (2006: 15) Ländern.
Am Ende der Messe bestätigen die Aussteller viele
Geschäftsabschlüsse und –anbahnungen. Das unterstreicht
die einhellige Meinung, dass die Branche wieder zuversichtlicher in die
Zukunft blickt und das Interesse an Innovationen groß ist. Eine
außerordentlich gute Resonanz fanden Kongress, Foren und
Sonderschauen.
„Die INTERFORST 2010 hat die Aufbruchstimmung in der Branche
deutlich gezeigt, unsere Aussteller sind überwiegend sehr
zufrieden. Der Trend zur stärkeren Internationalisierung wird
neben dem Ausstellerzuwachs aus dem Ausland auch durch die Verdoppelung
der internationalen Besucherzahl untermauert“ fasst Dr. Reinhard
Pfeiffer, Geschäftsführer Messe München, den Verlauf der
INTERFORST zusammen. Über 15 Prozent der Besucher kamen aus dem
Ausland aus allen 5 Kontinenten. Traditionell die meisten aus
Österreich, der Schweiz, Italien, Polen und Frankreich. Walter
Ries, Geschäftsführer von pezzolato, fasste seine
Eindrücke so zusammen: „Die INTERFORST ist eine Messe, um
internationale Kundschaft zu treffen. Den Namen internationale
Forstmesse trägt sie zu Recht, denn alle Nationen sind hier. Der
Vorteil der INTERFORST ist, dass hier Fachpublikum angesprochen wird.
Für mich zählt die Qualität der Besucher, nicht die
Quantität. Wir konnten gute Anbahnungen machen und unsere
Erwartung, internationale Besucher zu treffen, wurde
erfüllt.“
War die Lage der Branche in den letzten beiden Jahren eher schwierig,
kann jetzt eine positive Tendenz festgestellt werden. Die hervorragende
Stimmung in den Hallen und auf dem Freigelände spiegelt sich auch
in der Befragung der Aussteller (durchgeführt vom
unabhängigem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest) wider. 91%
der Aussteller beurteilen die INTERFORST als ausgezeichnet bis gut und
sogar 98% empfehlen die INTERFORST ihren Geschäftspartnern als
Messe weiter. Gelobt wurde auch die Qualität der Besucher (89%)
und der Charakter der INTERFORST als Leitmesse (80%). Den Nutzen des
Messebesuches stufen 97% mit ausgezeichnet bis sehr gut ein.
Der Ausstellerbeiratsvorsitzende Ralf Dreeke, Geschäftsführer
der Wahlers Forsttechnik GmbH, betont: „Die INTERFORST 2010 kam
genau zur richtigen Zeit. Für die Aussteller hat sich die
Präsenz auf dieser Leitmesse absolut gelohnt, wichtig war auch,
dass wir Themen wie Umwelt, Bodenschutz oder Biodiversität
behandelt haben.“ Ähnlich gut war die Stimmung bei den
Besuchern. 95% der Befragten würden die INTERFORST wieder besuchen
und 97% werden sie weiter empfehlen. Bestnoten gab es für die
Vollständigkeit und Breite des Angebots (93% ausgezeichnet bis
gut), für die Präsenz der Marktführer (91%) und die
Internationalität der Aussteller (80%). Sehr viele Besucher lobten
den hohen Informationswert der INTERFORST. Ihnen dienen Kongress und
Foren zur Weiterbildung, was die gelungene Kombination von Ausstellung
und Kommunikationsplattform unter Beweis stellt. Noch einmal steigern
konnte sich die Gesamtbewertung der INTERFORST gegenüber
2006. 95% (2006: 91%) bewerteten die INTERFORST mit ausgezeichnet
bis gut.
Eröffnet wurde die INTERFORST 2010 durch den bayerischen
Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten,
Helmut Brunner. Die anschließende Diskussionsrunde mit ihm zu dem
Thema „Zukunftsaufgabe Holznutzung !“ war ein
geglückter Auftakt für die INTERFORST 2010. Helmut Brunner
überreichte danach auch die Innovationsmedaillen für die
Sieger des Neuheitenwettbewerbs, der vom KWF und der Messe München
ausgeschrieben wurde und bereits zum vierten Mal im Rahmen der
INTERFORST stattfand.
Traditionell wurde die INTERFORST 2010 wieder von einem
hochkarätigen Rahmenprogramm begleitet, das nicht zuletzt zu dem
großen Erfolg und der hohen Qualität der Veranstaltung
beitrug. Unter dem Motto „Forst- und Holzwirtschaft – heute
und morgen – von lokal bis global“ standen der
hochkarätige Kongress und die Foren, die wieder mitten im
Messegeschehen stattfanden – ein Konzept, das sich mehr als
bewährt hat. Die täglich statt findenden Vortragsreihen, die
Antwort geben konnten auf die brennenden Fragen der Branche, wurden
sehr gut angenommen. Professor Gerd Wegener, Vorsitzender des
Programmkomitees, zog folgendes Fazit: „Es ist wichtig, dass sich
das, was wir uns bei der Planung von Kongress und Foren überlegt
haben, als richtig erwiesen hat, und dass das Kongressthema
„Forst- und Holzwirtschaft – heute und morgen – von
lokal bis global“ in seiner ganzen Bandbreite bedient wurde. Wir
haben es auf der INTERFORST geschafft, die Wertschöpfungskette als
Ganzes zu sehen. Es gab spezielle Beiträge zu lokalen Themen, aber
auch globale Szenarien. Es wurde viel von der Zukunft gesprochen; es
waren auch sehr viele junge Leute da; das belegt die
Zukunftsfähigkeit der INTERFORST. Und es gab viele Teilnehmer, die
an der Branche insgesamt interessiert sind, weil die INTERFORST eben
nicht nur die Technik zeigt, sondern die Branche als Ganzes. Das Forum
wurde wirklich zum Kommunikationszentrum. Dort trafen sich Menschen,
die sich sonst nie begegnet wären. Entsprechend waren Kongress und
Foren sehr gut besucht.“
In Zusammenarbeit mit starken Partnern bot die INTERFORST wieder
eine Plattform für praxisorientierte Vorführungen und
Erläuterungen. Einen Schwerpunkt bildeten alle gesundheitlichen
und technischen Aspekte rund um den Arbeitsplatz im Wald. Die
Sonderschauen der Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung, des KWF und
des Spitzenverbandes der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung waren
Mittelpunkt in der Halle B6 und wurden von den Fachbesuchern zahlreich
frequentiert.
Zum ersten Mal fand im Rahmen der INTERFORST das Diskussionsforum
„Natur.Wald.Technik.“, das gemeinsam vom Bayerischen
Waldbesitzerverband und dem Bayerischen Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entwickelt wurde, im
„Wald-Café“ statt. Zweimal am Tag wurden auf der
„Grünen Couch“ Themen wie Biodiversität und Klima
mit namhaften Experten diskutiert. Dabei stand auch die Frage im
Mittelpunkt, was der bewirtschaftete Wald und damit die Forst- und
Holzbranche für die Umwelt und das Klima, Stichwort CO²,
leistet. Das Diskussionsforum wurde von den Besuchern mit großem
Zuspruch angenommen.
Eine weitere Attraktion war die „Stihl Timbersports Series
Show“. Die internationale Wettkampfserie gilt als
Königsklasse des Sportholzfällens. Vorführungen in den
verschiedenen Axt- und Sägedisziplinen gab es täglich auf dem
Freigelände. Als weiteres Highlight fanden bereits zum vierten Mal
in Folge die „Bayerischen Waldarbeitsmeisterschaften“
statt.